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Interview mit Mort Goldstrom, NAA

Mort Goldstrom
Vice President für Marketing,
Newspaper Association of America (NAA)

Die Newspaper Association of America (NAA) repräsentiert über 2000 Zeitungen in den USA und Kanada. Im März 2006 startete sie eine Werbekampagne mit einem Volumen von 50 Millionen US-Dollar, um Werbetreibende von den ungebrochenen Vorzügen der Zeitungen zu überzeugen.

In der Kampagne werden Ergebnisse unabhängiger Verbraucher­forschung herausgestellt, um aufzuzeigen, dass Inserenten nach wie vor von Zeitungs­anzeigen profitieren können und dass Konsumenten die Zeitung als Anzeigenmedium weiterhin schätzen.

Studien zufolge ziehen, was Werbung betrifft, mehr als die Hälfte der Konsumenten Zeitungen gegenüber anderen Medien vor. 40 % der Befragten gaben an, der Art von Anzeigen, die in Zeitungen erscheinen, positiv gegen­überzustehen.

Mehr als 800 Zeitungen beteiligten sich am Start der Kampagne.

zeitungstechnik:
Aus welchem Grund haben Sie die Werbekampagne gestartet?

Mort Goldstrom: Die Branche kann gegenüber den Werbekunden mit gewichtigen Argumenten aufwarten, aber diese kämen noch besser zur Geltung und fänden noch mehr Beachtung, wenn wir alle [die Branche] aus einem Munde sprechen würden. Daher haben wir ein Strategieteam einer renommierten Werbeagentur (Martin Agency, Richmond, Virginia) beauftragt, uns bei der Entwicklung einer Werbebotschaft zu unterstützen, die die Werbetreibenden nachhaltig erreicht.

zt:
Welches Ziel verfolgt die Kampagne?

M. Goldstrom:
Ziel dieser Werbeinitiative ist es, eine Neubewertung der Zeitungen bei der Mediaplanung und beim Medaeinkauf zu forcieren.

zt: Das scheint ein mühsames Unterfangen zu sein. Was an dieser Kampagne wird Ihrer Meinung nach Werbetreibende dazu bewegen, ihre Auffassung, die Zeitung sei kein lohnenswerter Werbeträger, zu revidieren?

M. Goldstrom: Zeitungen sind bestens aufgestellt, um Mediaplaner und -einkäufer zu unterstützten, denn Werbung zu machen, die sich rentiert und die richtige Zielgruppe anspricht, ist ungemein schwierig geworden. Das Besondere an der Zeitung ist, dass die Leser die darin veröffent­lichten Anzeigen von sich aus aufsuchen, ihnen positiv entgegensehen und sie nutzen.

zt:
Geht aus den Verbraucher­studien hervor, warum Zeitungsleser gern Anzeigen in ihrer Zeitung sehen?

M. Goldstrom: Unserer Ansicht nach liefern die Untersuchungs­ergebnisse überzeugende Beweise. Gehen Sie doch mal auf die Website www.naa.org/advertiser und schauen Sie selbst.

zt:
Was können Werbetreibende noch aus den Leserstudien lernen?

M. Goldstrom:
Zeitungen sind ein bedeutsames Wachstums­medium. Richtig eingesetzt, können sie ein höchst effektiver Partner sein. Mehr als 800 Zeitungen haben damit begonnen, die für die Werbekampagne entwickelten Anzeigen zu veröffentlichen – also so gut wie alle: Tribune, Lee, Gannett, Hearst, Morris, CNHI Newspapers, The New York Times Company, USA Today und viele andere.

Das Interview führte zeitungstechnik-Korrespondent Kim Smith.


Page first published: 04.04.2006

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